Entdeckungsreise durch das Ausbildungsangebot warb im Lichthaus für die betriebliche Ausbildung

Manche Betriebe haben jetzt schon Probleme ihre Ausbildungsstellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Auf der anderen Seite gehen viele Jugendliche nach der zehnten Klasse erst einmal weiter zur Schule, obwohl manch einer in einer betrieblichen Ausbildung besser aufgehoben wäre. Die Gründe für dieses Dilemma sind vielschichtig. Oft mangelt es einfach an handfesten Informationen über Ausbildungsberufe. Was macht konkret ein Konstruktionsmechaniker, ein Koch, ein Fitnesskaufmann, eine Fachkraft Lagerlogistik oder ein Gerüstbauer? Die Antworten hat jetzt der Berufseinstieg West gegeben. Auf der Entdeckungsreise durch das Ausbildungsangebot haben Bremer Unternehmen mehr als dreißig Berufe anhand praktischer Übungen vorgestellt. Rund 350 Schüler kamen dazu ins Lichthaus Gröpelingen.

Die Firma Wilhelm Bädecker Gerüstbau hat im Lichthaus ein echtes Gerüst aufgebaut, das interessierte Schüler besteigen konnten. „Es geht bei dieser Übung darum, wie sich Höhe anfühlt“, sagt ein Verantwortlicher. Ein paar Meter weiter hämmerten Schüler Nägel in einen Balken. Das ist eine Übung der BSAG für den Beruf Tiefbauer. An der Station des Gartencenters Wassenaar mussten Schüler wie Floristen Blumen zusammenbinden.

Die Liste der Unternehmen, die Übungen anboten, war lang: ALEX Bremen Waterfront, ArcelorMittal Bremen, BLG Logistics Group, Bremer Bäder, Bremer Straßenbahn AG, Diedrich Meyer GmbH, Garden Hotel Bremen, Gartencenter Wassenaar, hanseWasser Bremen, Innside Bremen, Sozialwerk der Freien Christengemeinde, Deutsche Telekom, Verband der Bauindustrie-Nord und ZechBau, Wilhelm Bädecker Gerüstbau sowie das HandWERK Gmbh und die WabeQ GmbHg

Die Schüler hatten für die gesamte Veranstaltung einen Entdeckungsreisepass, das ist ein kleines Heftchen, in dem sie ihre Erfahrungen mit den Berufen eingetragen haben. Da hinein erhielten sie auch eine Rückmeldung von den Unternehmen. Manche Schüler machten die Übungen so gut, dass sie weiter mit den Unternehmen in Kontakt bleiben.

Die praktischen Übungen und der Kontakt zwischen Ausbildern, Auszubildenden und Schülern ist das Besondere auf dem Berufseinstieg West. „Es haben sich in diesem Jahr so viele Betriebe als Aussteller angemeldet wie noch nie bei unseren Berufsorientierungs-Veranstaltungen und im Lichthaus ist definitiv auch nicht mehr Platz.“, sagt Stadtteilmanager Lars Gerhardt vom Veranstalter Gröpelinger Marketing. „Wir wollen mit der Veranstaltung gezielt für das duale System werben. Das kommt bei anderen Berufemessen zu kurz.“

Auch die Agentur für Arbeit Bremen, die die Hälfte der Kosten übernommen und die Veranstaltung unterstützt, zeigte sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Wir haben von vielen Teilnehmern positive Rückmeldungen bekommen.“, sagt der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen, Dr. Götz von Einem.

Die Veranstaltungen des Gröpelinger Marketing e.V. im Bereich der Berufsorientierung haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe entwickelt. „Angefangen hat die Arbeit mit Ausbildungstagen in der Bibliothek West, mittlerweile erreichen wir nahezu jeden potentiellen Auszubildenden in Gröpelingen und umzu“, sagt Cornelia Wiedemeyer, Vorsitzende des Gröpelinger Marketing e.V. Erstmals war in diesem Jahr auch die Oberschule an der Helsinkistraße aus Bremen Nord dabei. Hauptsächlich aber kamen Neuntklässler und zum Teil auch Achtklässler von der Gesamtschule West, der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule, der Privatschule Mentor, der Oberschule an der Helgolander Straße und der Oberschule am Waller Ring.

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