Alles neu – Erstes Schaufenster an der Gröpelinger Heerstraße umgestaltet

So sieht dieses Schaufenster an der Gröpelinger Heerstraße nicht mehr aus. 

 

Seit dem 4. Mai glänzt die Schaufensterfront an der Gröpelinger Heerstraße 205 in frischen Farben. Alte Schaufensterfolien wurden entfernt und durch eine professionell gestaltete Folierung ersetzt, gleichzeitig erhielt der Laden einen neuen Namen: aus Mobil-Shop wurde der Zoobi-Shop. Eine gelungene Maßnahme, freut sich Ladeninhaber Wahid Zoobi. Das ist aber nicht alles. Die Umgestaltung von Schaufenstern ist ein weiterer Baustein, der zur Imageaufwertung von Gröpelingen betragen soll, erläutern die beteiligten Organisatoren. Das sind Claus Gieseler vom Referat Stadtumbau beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Martin Karsten, Gebietsbeauftragter von Forum und Emre Altinöz, Projektmanager von Gröpelingen Marketing.

Die Umgestaltung der Schaufensterfolierung ist eine Maßnahme, die in dem Handbuch „Corporate-Design-Konzept“ für die Heerstraße empfohlen wird. Das im Herbst 2017 abgeschlossene Konzept zeigt eine Palette von Möglichkeiten der gestalterischen (und funktionalen) Aufwertung von Gebäuden, Läden und deren Vorzonen. Dieses Handbuch wurde auf Grundlage des im September 2014 beschlossenen Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr in Auftrag gegeben. Ziel ist die Stadterneuerung und Aufwertung von Gröpelingen durch städtebauliche und gestalterische Maßnahmen. Die Gröpelinger Heerstraße spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie ist neben der Hafenrandstraße die zentrale Einfahrt und Ausfahrt in den Stadtteil und bestimmt die Wahrnehmung in der Bevölkerung. „Studien aus der Stadtplanung haben gezeigt, Vernachlässigung verstärkt Vernachlässigung“, sagt Martin Karsten, „aber wenn etwas gut gemacht ist, wird dies auch von der Stadtbevölkerung respektiert.“ Das Konzept sieht Maßnahmen in den Bereichen Verkehr, im Städtebau und der Ordnungspolitik vor. Eine davon ist die Schaufenstererneuerung. Professionell gestaltete und nur mit einer Folie beklebte Schaufenster sollen mehr Einheitlichkeit erzeugen und einer Überfrachtung mit Werbung vorbeugen. Eine Farbpalette macht Vorgaben zur optischen Harmonisierung. Die Farbauswahl ist groß, um ein vielfältiges und lebendiges Ortsbild zu erhalten.

Martin Karsten, Emre Altinöz und Claus Gieseler vor der erneuerten Schaufensterfront. 

 

„Es geht um sichtbare Zeichen im Erdgeschossbereich der Gröpelinger Heerstraße“, erläutert Claus Gieseler vom Referat Stadtumbau. „Wir möchten private Eigentümer und Gewerbetreibende motivieren, ihre Umgebung zu verbessern. Dazu zählen auch bauliche Maßnahmen wie die Erneuerung von Fassaden, Fenstern, Türen oder die Schaffung von Barrierefreiheit.“ Bremen möchte diese Maßnahmen am Standort mit bis zu 50% fördern. Voraussetzung ist, dass die Arbeiten von professionellen Betrieben ausgeführt werden.

Aus Mobil Shop wird Zoobi Shop. Die Fassade des Zoobi-Shops hat ein aufwendiges Makeover bekommen.

 

Mit Hilfe von Gröpelingen Marketing e.V. wurden Interessenten und Möglichkeiten zusammen gebracht: „Wir kennen den Stadtteil und die Leute, die hier leben und arbeiten. Die wenigsten interessieren sich für Förderanträge. Doch wenn wir sie ansprechen und es konkrete Unterstützung gibt, sind sie aufgeschlossen.“ Dabei ist es laut Emre Altinöz wichtig, kulturelle Eigenschaften zu wahren. „Meistens sitzen wir erst mal zusammen und trinken Tee.“ Dass sich etwas an der Gröpelinger Heerstraße getan hat, fällt auch den Passanten auf. Die ganze Schaufensterfront wirkt jetzt größer und heller. Und ein weiteres Schaufenster neu mit Folie zu gestalten ist in Höhe Lindenhofstraße schon in Planung.
Wer Interesse bekommen hat, sein Schaufenster umzugestalten, Informationen gibt bei Gröpelingen Marketing.

Gröpelingen Marketing e.V. wird gefördert mit Mitteln des Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Bremen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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